«Man kann seine Grenzen ausloten und immer wieder aufs Neue über sich hinauswachsen»
Noelaineza Augustin-Bearda

Geburtsdatum: 24.12.1971
Wohnhaft in: Hausen bei Brugg
Beruf: Gesundheitsdepartment in Aarau
Wie bist du zur Leichtathletik gekommen?
Ich begann in der Primarschule, mit etwa sieben oder acht Jahren mit der Leichtathletik. Mein Vater war sehr sportlich und meine Eltern haben uns fünf Kinder streng erzogen, es gab nur Sport oder Kirche bei uns zu Hause. So haben alle fünf Leichtathletik und andere Sportarten betrieben. Das war auf der Insel Rodrigues bei Mauritius, auf der ich aufgewachsen bin.
Wie war das Leichtathletiktraining auf Rodrigues organisiert?
Auf der Insel (die knapp 40’000 Einwohner hat) gab es ein Stadion, indem man sich zum Sportmachen traf. Mein Vater hat selbst gecoacht. Die Leichtathletik wurde vom Amt für Jugend und Sport organisiert. Eine Rundbahn gab es keine, wir haben auf dem Rasen trainiert. Für die Wettkämpfe flogen wir dann auf die Insel Mauritius.
Welche anderen Sportarten hast du neben der Leichtathletik betrieben?
Neben der Leichtathletik habe ich Fussball und Volleyball gespielt.
Schwimmen war keine Option, auf einer Insel umgeben von Meer?
Schwimmen konnten vorwiegend die Männer, die Fischer waren. Das Meer wird als Arbeitsplatz angesehen, in dem man nicht einfach so schwimmt.
Was gefällt dir an der Leichtathletik?
Mir hat die Leichtathletik immer am meisten Spass gemacht, so bin ich auch nach einer Phase, in der ich länger Volleyball gespielt habe, wieder zur Leichtathletik zurückgekehrt. Man kann seine Grenzen ausloten und immer wieder aufs Neue über sich hinauswachsen.
Welche Disziplinen hast du trainiert?
Ich machte vor allem Mittel- und Langstreckenläufe. Später habe ich mich auf die 400m-Disziplin konzentriert.
Seit wann bist du als Trainerin tätig?
Schon etwa mit 15 Jahren habe ich mitgeholfen beim Trainieren der Jüngeren und habe dann nie mehr damit aufgehört – auch nicht, als ich in die Schweiz gezogen bin. 2014 habe ich die Ausbildung zum Trainer A gemacht. Ich mag es die Jugendlichen zu trainieren, ihnen eine gute Basis zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, den Spass an der Leichtathletik zu entdecken.
Wie sieht es mit deinen Töchtern und der Leichtathletik aus?
Meine jüngere Tochter hat eine Zeit lang auch Leichtathletik gemacht, jetzt tanzt sie Ballett und schauspielert. Meine ältere Tochter tanzt professionell. Leider konnte ich keine der beiden langfristig für die Leichtathletik begeistern, aber so
ging es auch all meinen Geschwistern – wir haben zwar alle Leichtathletik
kenne dich als engagierte Leiterin aus den Tenerolager? Seit wann bist du da dabei?
Seit Jahren gehe ich als Trainerin ins ALV-Lager nach Tenero, ich bin bestimmt schon seit etwa 15 Jahren dabei. Eben habe ich auch wieder Ferien für nächsten Frühling eingegeben.
Ich finde es besonders schön, hast du den Weg in den TV Buchs gefunden? Wie kam es dazu?
Das war auch im Trainingslager in Tenero, als ich Fabio (Diem) und Dani (Sidler), die ebenfalls geleitet haben, kennen gelernt habe. Sie haben mir gesagt, ich solle doch einmal vorbeikommen und das habe ich dann auch
gemacht und es hat mir gefallen.
Es freut mich sehr, dass du bei uns dabei bist – herzlichen Dank für das
Interview und die tolle Arbeit, die du im Verein leistest!
Daniela Zimmermann (2016)